Jugendliche (14-18 Jahre)

In der ergotherapeutischen Behandlung von Jugendlichen in Einzel- oder Gruppentherapie in unserer Praxis kommen u.U. folgende Methoden bzw. Konzepte zum Einsatz:

 

Jugendliche mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten/ Schwierigkeiten im Sozialverhalten:

  • Systemische Beratung
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung mit Einschränkung der zwischenmenschli-chen Interaktion und im Verhalten, AD(H)S, Autismus Spektrum Störung, Teilleis-tungsstörung)
  • Arbeit auf Grundlage des IntraActPlus-Konzeptes
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörungen mit Einschränkung der zwischenmenschli-chen Interaktion und im Verhalten, AD(H)S, Autismus Spektrum Störung, Teilleis-tungsstörung)

Jugendliche mit Körperbeeinträchtigungen:

  • Behandlung nach Bobath
    (Diagnosen: z.B. Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, z.N. Unfall, z.N. Verbrennung, Down-Syndrom, andere Syndromerkrankungen, etc.)
  • Sensorische Integrationstherapie
    (Diagnosen: z.B. Sinnesschädigung, Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehin-derungen, z.N. Unfall, z.N. Verbrennung, Down Syndrom, andere Syndromerkrankungen, etc.)
  • Castillo Morales
    (Diagnosen: z.B. Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, Hypotonie, Schluck- und Kaustörungen)
  • Affolter
    (Diagnosen: z.B. Sinnesschädigung, Körperbehinderung, geistige Behinderung, Down Syndrom, andere Syndromerkrankungen)

Gruppenangebote für Jugendliche:

Mögliche Inhalte der ergotherapeutischen Behandlung von Jugendlichen sind dabei:

 

Ebene der Körperfunktionen:

  • Verbesserung motorisch – funktioneller Fähigkeiten (z.B. Förderung/ Automatisierung physiologischer (Fort-) Bewegungsmuster beim Laufen, Greifen, schreiben, essen, etc.)
  • Verbesserung sensorischer Fähigkeiten (z.B. Förderung der Wahrnehmungsverarbeitung zur Entwicklung einer angemessenen Tonusregulation/ Kraftdosierung; Förderung der Selbstregulation)
  • Verbesserung psychosozialer Fähigkeiten (z.B. Förderung der Wahrnehmungsverarbeitung zur Entwicklung einer angemessenen Tonusregulation/ Kraftdosierung; Förderung der Selbstregulation)
  • Verbesserung kognitiver Fähigkeiten (z.B. Förderung einer gezielten Handlungsplanung bei Alltagsaktivitäten oder schulischen Aufgaben; Förderung der Impulskontrolle beim Arbeiten; Förderung der Konzentration und Fokussierung in Lernsituationen)

Ebene der Ausführung von Aktivitäten:

  • Anleitung um selbstständig eine Handlung durchführen zu können (z.B. auf eigene Dinge aufpassen können – Handy, Arbeitsmaterial, etc.)
  • Aktivierung kognitiver und psychosozialer Fähigkeiten (Planung, Ordnung, Umsetzung, Erinnerung, Zuordnung, Übertragung) (z.B. Entwicklung einer gezielten Handlungsplanung – Was muss ich als erstes/ zweites/ etc. tun, um die mir gestellte Aufgabe zu bewältigen?; Entwicklung des Oberzieles „Ich will arbeiten“, als Voraussetzung für eine erfolgreiche Bearbeitung schulischer Aufgaben; Aktivierung als Voraussetzung, um eine Aufgabe fokussiert zu Ende bringen zu können; Entwicklung eigener Lösungsstrategien – Welche Helfersysteme kann ich nutzen?))
  • Selbständigkeit bei allen häuslichen Routinehandlungen (an-/ausziehen; Körperpflege; essen; aufräumen/ Ordnung halten)
  • Förderung einer altersangemessenen Kommunikation mit dem Umfeld (mit Erwachsenen und Gleichaltrigen), um sich als selbstständig und erfolgreich wahrnehmen zu können (z.B. sich selbst und andere wahrnehmen, um Streitigkeiten zu vermeiden und Mitglied einer Gruppe sein zu können; abwarten und sich zurücknehmen können, um in einer Gruppe zurechtzukommen; auf Fragen in angemessenem Tonfall antworten; Regelakzeptanz; angemessen Kommunikationsstrategien, um Alltagsaufgaben selbstständig bewältigen zu können – einkaufen, etwas bestellen, telefonieren, etc.)

Ebene der begleitenden Umwelt:

  • Elternberatung; Stärkung der elterlichen Präsenz (z.B. Fördermöglichkeiten im häuslichen Umfeld; Aufzeigen möglicher hilfreicher Interaktionsstrategien)
  • ggf. Entwicklung häuslicher Übungsmöglichkeiten für Eltern und Kind (dem Therapieprozess fortlaufend angepasst)
  • u.U. interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kinderärzten und weiteren „Helfern“ im System (z.B. Schule, Physiotherapeuten, Logopäden; Kinder- und Jugendpsychologen; IntegrationsassistenInnen; Tagesgruppen)

Die Berücksichtigung dieser drei Ebenen ist angelehnt an das aktuelle Modell der WHO zur Entstehung von Gesundheit und ist im Rahmen der ICF (International Classification of Functioning) entsprechend festgeschrieben.

 

Jugendliche mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten/ Schwierigkeiten im Sozialverhalten:

Jugendliche mit Körperbeeinträchtigungen: