Schulkinder (6-14 Jahre)

In der ergotherapeutischen Behandlung von Schulkindern als Einzel- oder Gruppentherapie in unserer Praxis kommen u.U. folgende Methoden bzw. Konzepte zum Einsatz:

 

Schulkinder mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten/ Schwierigkeiten im Sozialverhalten:

  • Systemische Familienberatung
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung, Regulationsstörungen, AD(H)S, Down Syn-drom, Autismus Spektrum Störung, frühkindlichen Hirnschädigungen, z.N. Unfall, etc.)
  • Arbeit auf Grundlage des IntraActPlus-Konzeptes
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörungen mit Einschränkung der zwischenmenschli-chen Interaktion und im Verhalten, AD(H)S, Autismus Spektrum Störung, Teilleis-tungsstörungen)
  • Sensorische Integrationstherapie
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörungen mit Einschränkung der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung, Regulationsstörungen, v.A. AD(H)S, Autismus Spekt-rum Störung)

Schulkinder mit Körperbeeinträchtigungen:

  • Behandlung nach Bobath
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung mit Einschränkung der Beweglichkeit & Ge-schicklichkeit/ mit Einschränkung der Wahrnehmung & Wahrnehmungsverarbei-tung, Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, z.N. Unfall, z.N. Ver-brennung, Down-Syndrom, andere Syndromerkrankungen, etc.)
  • Sensorische Integrationstherapie
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung mit Einschränkung der Beweglichkeit & Ge-schicklichkeit/ mit Einschränkung der Wahrnehmung & Wahrnehmungsverarbeitung, Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, z.N. Unfall, z.N. Verbrennung, Down Syndrom, andere Syndromerkrankungen, etc.)
  • Castillo Morales
    (Diagnosen: z.B. Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, Hypotonie, Schluck- und Kaustörungen)
  • Affolter
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung mit Einschränkung der Beweglichkeit & Ge-schicklichkeit/ mit Einschränkung der Wahrnehmung & Wahrnehmungsverarbei-tung, Autismus Spektrum Störung, geistige Behinderung, Down Syndrom, andere Syndromerkrankungen)

Gruppenangebote für Schulkinder:

Mögliche Inhalte der ergotherapeutischen Behandlung von Schulkindern sind dabei:

 

Ebene der Körperfunktionen:

  • Verbesserung motorisch – funktioneller Fähigkeiten (z.B. Förderung/ Automatisierung physiologischer (Fort-) Bewegungsmuster beim Laufen, Greifen, etc.; Förderung der Fingerbeweglichkeit, u.a. als Voraussetzung für graphomotorische Fertigkeiten)
  • Verbesserung sensorischer Fähigkeiten (z.B. Förderung der Wahrnehmungsverarbeitung zur Entwicklung einer angemessenen Tonusregulation/ Kraftdosierung; Förderung der Selbstregulation)
  • Verbesserung psychosozialer Fähigkeiten (z.B. Förderung der Wahrnehmungsverarbeitung zur Entwicklung einer angemessenen Tonusregulation/ Kraftdosierung; Förderung der Selbstregulation)
  • Verbesserung kognitiver Fähigkeiten (z.B. Förderung einer gezielten Handlungsplanung bei Alltagsaktivitäten oder schulischen Aufgaben; Förderung der Impulskontrolle beim Arbeiten; Förderung der Konzentration und Fokussierung in Lernsituationen)

Ebene der Ausführung von Aktivitäten:

  • Anleitung um selbständig eine Handlung durchführen zu können (z.B. An- und Ausziehen in angemessenem Zeitrahmen; Hausaufgaben; aufräumen; Umgang mit Aufgaben, bei denen Probleme auftauchen)
  • Aktivierung kognitiver und psychosozialer Fähigkeiten (Planung, Ordnung, Umsetzung, Erinnerung, Zuordnung, Übertragung) (z.B. Entwicklung einer gezielten Handlungsplanung – Was muss ich als erstes/ zweites/ etc. tun, um die Aufgabe zu bewältigen?; Entwicklung des Oberzieles „Ich will arbeiten“, als Voraussetzung für eine erfolgreiche Bearbeitung schulischer Aufgaben; Aktivierung als Voraussetzung, um eine Aufgabe fokussiert zu Ende bringen zu können; Entwicklung eigener Lösungsstrategien – Welche Helfersysteme kann ich nutzen?))
  • Anleitung zur angemessenen Ausführung graphomotorischer Anforderungen (z.B. angemessene Sitzhaltung, um schreiben zu können; angemessene Stifthaltung, um gestellte schulische Aufgaben ordentlich ausführen zu können)
  • Selbständigkeit bei allen häuslichen Routinehandlungen (z.B. an-/ausziehen; Körperpflege; essen in angemessner Zeit; aufräumen)
  • Förderung einer altersangemessenen Kommunikation mit dem Umfeld (mit Erwachsenen und Kindern) (z.B. sich selbst und andere wahrzunehmen, um Streitigkeiten zu vermeiden und Mitglied einer Gruppe sein zu können; abwarten und sich zurücknehmen können, um in einer Gruppe zurechtzukommen; auf Fragen in angemessenem Tonfall antworten)

Ebene der begleitenden Umwelt:

  • intensive Elternanleitung und Beratung (z.B. Fördermöglichkeiten im häuslichen Umfeld; Aufzeigen möglicher hilfreicher Interaktiosstrategien)
  • Entwicklung häuslicher Übungsmöglichkeiten für Eltern und Kind (dem Therapieprozess fortlaufend angepasst
  • u.U. interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kinderärzten und weiteren „Helfern“ im System (z.B. Schule, Physiotherapeuten, Logopäden; Kinder- und Jugendpsychologen; IntegrationsassistenInnen)

Die Berücksichtigung dieser drei Ebenen ist angelehnt an das aktuelle Modell der WHO zur Entstehung von Gesundheit und ist im Rahmen der ICF (International Classification of Functioning) entsprechend festgeschrieben.

 

Schulkinder mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten/ Schwierigkeiten im Sozialverhalten:

Schulkinder mit Körperbeeinträchtigungen: