Kindergartenkinder (3-6 Jahre)

In der ergotherapeutischen Behandlung von Kindergartenkindern als Einzel- oder Gruppentherapie in unserer Praxis kommen u.U. folgende Methoden bzw. Konzepte zum Einsatz:

 

Kindergartenkinder mit Regulationsstörungen/ Schwierigkeiten im Sozi-alverhalten:

  • Systemische Familienberatung
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung, Regulationsstörungen, v.A. AD(H)S, Down Syndrom, Autismus Spektrum Störung, frühkindlichen Hirnschädigungen, z.N. Unfall, etc.)
  • Arbeit auf Grundlage des IntraActPlus-Konzeptes
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörungen mit Einschränkung der zwischenmenschli-chen Interaktion und im Verhalten, v.A. AD(H)S, Autismus Spektrum Störung)
  • Sensorische Integrationstherapie
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörungen mit Einschränkung der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung, Regulationsstörungen, v.A. AD(H)S, Autismus Spekt-rum Störung)

Kindergartenkinder mit Körperbeeinträchtigungen:

  • Behandlung nach Bobath
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung mit Einschränkung der Beweglichkeit & Ge-schicklichkeit/ mit Einschränkung der Wahrnehmung & Wahrnehmungsverarbei-tung, Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, z.N. Unfall, z.N. Ver-brennung, Down-Syndrom, andere Syndromerkrankungen, etc.)
  • Sensorische Integrationstherapie
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung mit Einschränkung der Beweglichkeit & Ge-schicklichkeit/ mit Einschränkung der Wahrnehmung & Wahrnehmungsverarbeitung, Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, z.N. Unfall, z.N. Verbrennung, Down Syndrom, andere Syndromerkrankungen, etc.)
  • Castillo Morales
    (Diagnosen: z.B. Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, Hypotonie, Schluck- und Kaustörungen)
  • Affolter
    (Diagnosen: z.B. Infantile Cerebralparese (ICP)/ Körperbehinderungen, Hypotonie, Schluck- und Kaustörungen)

Gruppenangebote für Kindergartenkinder:

  • Soziales Kompetenztraining
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörungen mit Einschränkung der zwischenmenschli-chen Interaktion und im Verhalten, v.A. AD(H)S, Autismus Spektrum Störung)
  • Schulvorbereitungstraining
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörungen, v.a. AD(H)S, Autismus Spektrum Störung)
  • Bewegungsförderung in der Gruppe
    (Diagnosen: z.B. Entwicklungsstörung mit Einschränkung der Beweglichkeit & Ge-schicklichkeit/ mit Einschränkung der Wahrnehmung & Wahrnehmungsverarbei-tung)

Mögliche Inhalte der ergotherapeutischen Behandlung von Kindergartenkindern sind dabei:

 

Ebene der Körperfunktionen:

  • Verbesserung motorisch – funktioneller Fähigkeiten (z.B. Förderung/ Automatisierung physiologischer (Fort-) Bewegungsmuster beim Laufen, Greifen, etc.; Förderung der Fingerbeweglichkeit, u.a. als Voraussetzung für graphomotorische Fertigkeiten)
  • Verbesserung sensorischer Fähigkeiten (z.B. Abbau von taktiler Überempfindlichkeit, als Voraussetzung für die Entwicklung feinmotorischer Fertigkeiten; Förderung der Wahrnehmungsverarbeitung zur Entwicklung einer angemessenen Tonusregulation/ Kraftdosierung)
  • Verbesserung psychosozialer Fähigkeiten (z.B. Anbahnen von Blickkontakt zu Bezugspersonen und anderen Kindern; Förderung einer altersangemessenen Kontaktaufnahme zu anderen Kindern; Regelakzeptanz)
  • Verbesserung kognitiver Fähigkeiten (Förderung der Handlungsplanung z.B. beim Anziehen; Förderung der Aufmerksamkeit/ Fokussierung in Spielsituationen)

Ebene der Ausführung von Aktivitäten:

  • Anleitung um selbständig eine Handlung durchführen zu können (z.B. altersangemessene Mithilfe beim An- und Ausziehen; selbstständiges Essen; selbstständige Entwicklung und Umsetzung von Spielideen)
  • Aktivierung kognitiver und psychosozialer Fähigkeiten (z.B. Was muss ich als erstes anziehen?, Wie kann ich ein Problem im Spiel konstruktiv lösen?, Was hat die Erzieherin gesagt, was wir als erstes/ zweites/ … machen sollen?; Was kann ich tun, wenn meine Spielidee nicht funktioniert?)
  • Anleitung zur angemessenen Ausführung graphomotorischer Anforderungen (z.B. angemessene Sitzhaltung/ -position, um etwas ausmalen zu können; Förderung des 3-Pkt-Griffes bei der Stifthaltung, um ausdauernd malen zu können; Förderung des genauen Hinschauens/ der visuellen Wahrnehmung um angemessen nachzeichnen zu können)
  • Selbständigkeit bei häuslichen Routinehandlungen (an-/ausziehen, Körperpflege, essen)
  • Förderung einer altersangemessenen Interaktion mit dem Umfeld (mit Erwachsenen und Kindern) (z.B. Blickkontakt aufnehmen; auf Fragen antworten; bei Schwierigkeiten angemessen selbstständig Hilfe einholen können; Ideen anderer Kinder zulassen und eigene Ideen zurückstellen können)

Ebene der begleitenden Umwelt:

  • intensive Elternanleitung und Beratung (z.B. Fördermöglichkeiten im häuslichen Umfeld; aufzeigen möglicher hilfreicher Interaktionsmuster)
  • Entwicklung häuslicher Übungsmöglichkeiten für Eltern und Kind (dem Therapieprozess fortlaufend angepasst
  • u.U. interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kinderärzten und weiteren „Helfern“ im System (z.B. Kindergarten, Physiotherapeuten, Logopäden)

Die Berücksichtigung dieser drei Ebenen ist angelehnt an das aktuelle Modell der WHO zur Entstehung von Gesundheit und ist im Rahmen der ICF (International Classification of Functioning) entsprechend festgeschrieben.

Um oben genannte Inhalte zu erreichen kommen in der Behandlung von Kindergartenkindern in unserer Praxis u.U. folgende Methoden bzw. Konzepte zum Einsatz:

 

Kindergartenkinder mit Lern- und Leistungsschwierigketen/ Schwierigkeiten im Sozialverhalten:

Kindergartenkinder mit Körperbeeinträchtigungen: